Theosophische Schrift mit moderner Typografie zwischen Art Nouveau und Bauhaus

BESANT, Annie: Das Rätsel des Lebens im Lichte der Theosophie. Ausgabe A. Düsseldorf: Ernst Pieper Ring-Verlag 1911.

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BESANT, Annie: Das Rätsel des Lebens im Lichte der Theosophie. Aus dem Englischen [The Riddle of Life, 1897] übers. u. hg. v. d. Gesellschaft zur Verbreitung der Theosophie, Düsseldorf. Entnommen dem Theosophist. Ausgabe A. Düsseldorf: Ernst Pieper Ring-Verlag 1911. 8°. 30 [1] zweiseitig bedrucke Blätter. Broschur in Blockbuchbindung mit illustriertem Deckelgoldtitel auf schwarzem Umschlag aus stärkerem Papier und ebensolchen Vorsätzen.

Erste deutschsprachige Ausgabe dieser Schrift der britischen Theosophin, Frauenrechtlerin, Politikerin und Autorin Annie Besant, damalige Präsidentin der weltweit führenden theosophischen Gesellschaft, von der sich nur kurze Zeit später der deutsche Zweig unter Führung von Rudolf Steiner abspalten sollte, um die Anthroposophie zu begründen. - Insbesondere bemerkenswert ist die experimentelle, seinerzeit ungewöhnliche typografische Gestaltung des Bändchens: der Text ist in einer fetten Grotesk-Schrift gesetzt, die typografische Gestaltungsformen von Jan Tschihold und dem Bauhaus vorwegnimmt. Der Satz ist primär horizontal angeordnet und von mehreren Linien bzw. auf der ersten und letzten Seite von einfachen geometrischen Mustern umgeben, die Formen des Art Noveau aufnehmen.

Sehr sauberes, durch einen privaten Schuber über die Zeitläufte geschütztes Exemplar dieses seltenen Titels, welcher neben der hier vorliegenden Ausgabe „A“ auch in einer solchen mit der Bezeichnung „B“ erschien.

Derzeit (Stand 29.6.2017) wird im on-line Handel kein einziges Exemplar angeboten. Laut OCLC sind weltweit lediglich fünf Exemplare der Ausgabe „A“ in institutionellen Beständen nachweisbar (UB Basel, LB Coburg, Dt. Hist. Museum, Goetheanum Dornach, SBB)

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