Stifters »Bunte Steine« in 2. Ausgabe, mit dem “zart und genau” gestochenen Titel von Kaiser, 1863

Adalbert STIFTER: Bunte Steine. Ein Festgeschenk. 2. Ausg. (Titelaufl. d. Erstausg. von 1853). 2 Tle. i. e. Bd. Gestoch. Titelblatt mit Vignette von Josef Axmann nach Josef Maria Kaiser. Pesth: [1863].

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Adalbert STIFTER: Bunte Steine. Ein Festgeschenk. 2. Ausgabe (Titelaufl. d. Erstausg. von 1853). 2 Teile i. e. Bd. Gestoch. Titelblatt mit Vignette von Josef Axmann nach einer Zeichnung von I. M. (d.i. Josef Maria) Kaiser und goldfarbenem lithografischem Widmungsblatt. Pesth: Gustav Heckenast (Breitkopf & Härtel, Lpz.) o. J. [1863]. Kl-8°. [4 nn. Bl. (Vortit., gestoch. Tit., Widm.bl., Inhaltsverz.)], 268 S.; [2 nn. Bl. (Vortit., Inhaltsverz.)], 264 S. Dekorativer historistischer Einband der Leipziger Buchbinderei H. Sperling aus rotem genopptem Kaliko über Kartondecken, mit goldgeprägtem, zusätzlich mit orientalisierenden Formen und Rankenwerk in Gold- und Blindprägung verziertem Deckel- und Rückentitel, handgenähten Kapitale, Vorsätzen aus weißem Lackpapier, Goldschnitt und Lesezeichenband.

Titelauflage der Erstausgabe dieses Zyklus von 6 (2 Tle. zu je 3), nach Halbedelsteinen benannte Erzählungen des grandiosen Prosaisten des Biedermeier, Adalbert Stifter, hier, wie erschienen, mit der oft fehlenden pittoresken Stahlstich-Vignette nach einer Zeichnung des oberösterreichischen Malers und Schriftstellers Josef Maria Kaiser. 10 Jahre davor war die Erstausgabe dieses bedeutenden Werks ebenfalls bei Heckenast in Pest erschienen, und zwar in 2 Bdn. mit gestoch. Titeln nach Vignetten von Ludwig Richter. Diese hatten Stifter missfallen, weshalb wohl für die vorliegende 2. Ausg. sein Freund, der aus Kremsmünster stammende und ebenso wie der Autor in Linz wirkende Josef Maria Kaiser zum Zug kam Seinerzeit als „Zeichner von besonderer Zartheit und Genauigkeit“ (ÖBL) bewundert, stand Kaiser u.a. auch mit Anton Bruckner im Briefwechsel. Für die 3. Aufl. der »Bunten Steine« (1869) sollte der Künstler dann sogar 12 Holzstich-Tafeln und 8 Textholzschnitte liefern.

Einband an den Kanten und Kapitale etwas bestoßen, dortselbst und am Hintergelenk geringfügig geplatzt, sonst ausnehmend gut erhaltenes Exemplar dieser insbesondre selten angebotenen frühen Ausgabe, die laut JAP und APO seit 1950 lediglich 4 Mal (2012, 2002, 1989, 1978, 1972, 1961) zur Auktion kam.

Eisenmeier 201; Heck I.2; ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 183.

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