Seltenes Werk der Gartenkunde, aus österreichischem Adelsbesitz

Johann August GROTJAN: ERGÖTZENDER SOMMER-BELUSTIGUNGEN ERSTER THEIL… Und: ERGÖTZENDER SOMMER-BELUSTIGUNGEN ZWEYTER THEIL… 2 Teile i. e. Bd. Wien: 1764.

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Johann August GROTJAN: ERGÖTZENDER SOMMER-BELUSTIGUNGEN ERSTER THEIL, welcher die Sommer-Gewächse, eine der größten Zierde schöner Lust-Gärten, nach ihrem Anbau, richtigen Benennungen, Nutzen, Gebrauch und Merckwürdigkeiten gründlich betrachtet. Aus Selbsterfahrung nach Alphabetischer Ordnung aufgesetzt, auch mit einem nützlichen Register und Garten-Calender versehen von J. A. G. Und: ERGÖTZENDER SOMMER-BELUSTIGUNGEN ZWEYTER THEIL, welcher mehreres zur Sommer-Luft gehöriges Blumen- und Garten-Gewächs, nach seinen Anbau, richtigen Benennung, Nutzen, Gebrauch und Merckwürdigkeiten gründlich betrachtet. 2 Teile i. e. Bd. Wien: Leipzig und Nordhausen: Johann Heinrich Groß 1764. 8°. [2 (Titelbl.), 192 S., [14 (Samenkat. u. Bibl.)]; [8 (Titelbl., Vorrede)], 400 Seiten. Geglätteter Schweinslederband der Zeit auf fünf Bünden mit goldgeprägten, mittels floralen Ornamenten verzierten Rückentitel auf Lederschildchen, Deckel- und Kantenverzierung in Blindprägung, bunten Vorsätze aus Kamm-Marmorpapier und durchgehend rotem Schnitt.

Vollständige Ausgabe dieser äußerst seltenen Werks der Gartenkunde aus der Feder des Nordhäuser Advokaten und „Fürstl. Sächsischen Hildburghäusischen Secretario“ (Autorennennung auf dem Titelbl.) Johann August Grotjan. Der 1. Teil hier in 2. Auflage (die Erstausgabe war 1759 erschienen), Teil 2 in Erstausgabe. Die Zeitgenossen attestierten der umfangreichen Darstellung „vorzügliche“ Brauchbarkeit (Hendel). Einen Vorläufer fand die umfangreiche Darstellung in der vom selben Autor verfassten, »Winter-Belustigung« (1751, 1762), die jedoch merklich häufiger angeboten wird. Der Anhang zum 1. Tl. liefert u.a. eine Liste von 206 Blumensamen, die vom Autor bezogen werden können.

PROVENIENZ: Vorliegendes ist das Exemplar aus dem Besitz von Ferdinand von Hormayr zu Hortenburg aus dem gleichnamigen Tiroler Adelsgeschlecht, dessen Besitzervermerk auf der Titelseite und montiertes Familienwappen auf dem Titelblatt recto zu finden ist.

Einband an den Ecken und Katen bestoßen, die Deckel etwas berieben und leicht fleckig, sonst gut erhaltenes Exemplar dieses Rarissimums mit bemerkenswerter Provenienz. - Gemäß JAP/APO wurde der auch mit hübschen Vignetten und Zierrahmen ausgestattete Druck seit 1950 vollständig lediglich zwei Mal auktioniert. (Ketterer 1998, Hesse 2016).

Dochnahl, S. 62 (für die »Winter-Belustigung«); Johann Christian Hendel: Systematisches Verzeichnis alle derjenigen Schriften, welche die Naturgeschichte betreffen 1784, S. 339; Schmutz, Steyermärkisches Lexicon, 2. Tl. (1822), S. 99 (Hormayr).

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