Seltenes und kurioses Gesangsbuch, ungewöhnlich illustriert und hübsch gebunden, 1809

Tomáš FRYČAJ: Katolický kancyonál k wzdělanj a roznjcenj skutečné, weřegné y domácý pobožnosti. [Katholisches Gesangsbuch]. Mit 1 gestoch. Frontispiz und 6 mehrf. gefalt. Kupfertaf. mit Notendrucken. W Brně [Brno, Brünn]: 1809.

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Tomáš FRYČAJ: Katolický kancyonál k wzdělanj a roznjcenj skutečné, weřegné y domácý pobožnosti. [Katholisches Gesangsbuch]. Mit einem gestoch. Frontispiz von Jos. Kar. und 6 mehrfach gefalteten Kupfertafeln von Fr. Kraus mit Notendrucken nebst deutschem Anhang „Zur Verbesserung der Druckfehler in Melodeyen“. W Brně [Brno, Brünn]: u Jana Giřjho Gastla [Verlagbuchhandlung, Druckerei und Buchbinderei Jan Gastl] 1809. 8°. [10 nn S. [(2. Vorsatzbl., Front., Titelbl., Vorwort, Inhaltsverz.)], S. 2-495, [nn. S. 496 (Schluss)], 5 Taf. Einband der Zeit aus geglättetem Kalbsleder über Karton, mit goldgeprägter, floral ornamentierter Deckel- und Rückenillustration samt -fileten, ornamentaler Blindprägung auf den Kanten, Vorsätzen aus mehrfarbig marmoriertem Steinmarmorpapier und Goldschnitt.

Vierte Auflage dieses zwischen 1805 und 1851 in 10 Auflagen erschienen tschechischen katholischen Gesangsbuchs. Die hier präsentierte 4. Auflage ist insofern bemerkenswert, als sie erstens neben der 7. (1830) und 8. (1835) die einzige Auflage mit Notenkupfern darstellt, und zweitens auf Taf. 5 und v.a. auf der Rückseite von Taf. 6 ausführliche mitgedruckte Korrigenda in deutscher Sprache des Stechers Fr. Kraus enthält, welche dieser mit „einigen unter den Griffel in die Melodeyen eingeschlichenen musikalischen Fehlern“ begründet. Zudem ist dem Band ein Frontispiz mit alttestamentarischem Motiv (Auszug der Juden aus Ägypten (Exodus, Kap. 15) vorgebunden. Alle anderen nachweisbaren Auflagen mit Frontispiz (1822, 1830, 1842 und 1851) zeigen das für Gesangsbücher dieser Zeit gewöhnliche Kreuzigungsmotiv des Neuen Testaments (sh. z.B. das digitalisierte Exemplar der Bayerischen Staatsbibl.)

Gemäß OCLC, KVK und Google ist die hier angebotene 4. Auflage weltweit in nur 3 institutionellen Beständen nachweisbar, an der Österreichische Nationalbibliothek, der Bibliothek des Tschechischen Nationalmuseums in Prag und der Bibliothek des Museums Brünn.

Einband stellenweise mit geringem Wurmfraß, die Deckel geringfügig mit Kratzern und berieben, die Kanten gering berieben, Titelblatt mit hs. Besitzervermerk („Joh. Böhm“), sonst sehr gut erhaltenes Exemplar dieses raren und kuriosen Buch, mit sauberen Kupfern und in einer eleganten Brünner Bindung.

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Weight 2 kg