Seltener erster Führer zu den Ortler-Alpen, 1876

Alpine Gesellschaft „Wilde Banda“ (Hg.): DER ORTLERFÜHRER. Mit einer mehrfach gefalteten, chromolithografischen Kartenbeilage und 4 Abbildungen im Text, Grundrisse und Durchschnitte von Payer- und Schaubachhütte darstellend. Wien: 1876

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Alpine Gesellschaft „Wilde Banda“ (Hg.): DER ORTLERFÜHRER. Mit besonderer Berücksichtigung des österreichischen Theiles. Nach den besten Quellen bearbeitet und zusammengestellt von der alpinen Gesellschaft „Wilde Banda“. Mit einer mehrfach gefalteten, chromolithografischen Kartenbeilage und 4 Abbildungen im Text, Grundrisse und Durchschnitte von Payer- und Schaubachhütte darstellend. Wien: Vlg. d. Hg. (in Kommission bei Jacob Dirnböck Gutenberg (G. Draudt), (Druck: Plaut & Co.) 1876. Kl-8°. XI [1], [nn. S. 1], S. 2-129, [1 nn S.], [2 nn. S. (Inhalt). Originaler Kaliko in Fadenbindung mit typografischem, mittels ornamentalen Rahmen in Schwarz- und Blindprägung verziertem Deckel- und Rückengoldtitel.

Einzige Ausgabe dieses ersten in deutscher Sprache veröffentlichten, äußerst selten angebotenen Führers zu den Ortler-Alpen. Neben einem Kapitel zu historischen Besteigungen versammelt das Handbuch ausführliche Beschreibungen von Tälern, Gletschern und Spitzen der hauptsächlich in der heutigen italienischen Provinz Südtirol gelegenen Gebirgsgruppe, sowie Hinweise für besteigungswillige Alpinisten zu Reisezeit und -kosten, Gasthöfen, Führern etc. Das Kompendium erschien anlässlich der im September 1876 stattgehabten Einweihung der »Schaubachhütte« (benannt nach dem Alpinisten und Schriftsteller Adolf Schaubach) am Suldenferner Gletscher, den der Wiener Alpinistenverein „Wilde Banda“ neben der Erbauung eines Weges dorthin in den Jahren davor „zur besseren Zugänglichmachung des Ortlergebiets“ errichten hatte lassen.

Insbesondere bemerkenswert ist die vom Wiener „K.k. Militärgeographischen Institut“ detailgetreu gezeichnete und kräftig gedruckte lithografische Karte des Ortlergebiets im Maßstab 1:75.000 mit den Maßen 52,2:45,7 cm, die hier im makellosen Zustand in die dafür vorgesehe, auf der Innenseite des Hinterdeckels montierte Schlaufe eingelegt ist.

Einband im unteren Bereich des Hintergelenks mit kleinem Fleck, derselbe an den Ecken und Kanten gering berieben, kleiner auf Titelblatt und Karte mit Tinte angebrachter Besitzervermerk („D/116“), das Papier von altersbedingter Bräunung, sonst außergewöhnlich gut erhaltenes Exemplar dieses Rarissimums. Über den ÖBV sind lediglich 3 Exemplare in österreichischen institutionellen Beständen nachweisbar (Österreichische Nationalbibliothek, Universität Wien (2x), über KVK und OCLC weltweit nur weitere 2 (StaBi Berlin, Sporthochschule Köln).

Dreyer, Bücherverzeichnis d. Zentralbibl. d. DuOeAV, 1906, 662.

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