Seltener astronomischer Kalender mit lithogr. Karte zur Sonnenfinsternis 1867

Karl LITTROW, Hg.: KALENDER FÜR ALLE STÄNDE 1867. Mit 2 gefalt. lithograf. Karten. Wien: [1866].

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Karl LITTROW, Hg.: KALENDER FÜR ALLE STÄNDE 1867. Mit 2 gefalt. lithograf. Karten. Wien: [Druck und Verlag von] Carl Gerold (Wernigk, Lithograf.) o. J. [1866].

8°. [1 Bl. (Tit.)], [9 nn. Bll.], 155 [1 (Inhaltsverz.)] Seiten. Originale Verlagsbroschur mit ornamentiertem lithografischen Umschlagtitel.

Seltener Jahrgang dieses verdienstvollen, zwischen 1833-77 alljährlich erscheinenden astronomischen Kalenders, der unter der Herausgeberschaft zuerst des Astronomen Joseph Littrow (bis 1840), und danach unter jener seines Sohnes, des in Wien als Leiter der K.k. Sternwarte und Professor für Astronomie wirkenden Karl Littrow, erschien. Der Kalender stellt heute vor allem eine Fundgrube für Astronomiehistoriker dar, da beide Hg. ihre zahlreichen bedeutenden Forschungen hier in Aufsätzen publizierten und oftmals auch mit Illustrationen versehen ließen.

Vorliegender Kalender für das Jahr 1867 enthält eine von Wernigk lithografierte, »Sternkarte der nördlichen Hemisphäre« (Karl Littrow führte auch eine neue Methode der Längenbestimmung zur See ein) und eine »Karte der ringförmigen Sonnenfinsternis vom 6. März 1867 nach den Rechnungen von Dr. E. Weiss«, der auch ein Text im Kalender gewidmet ist (S. 227f.). Weiss, Assistent und später Nachfolger von Karl Littrow als Direktor der Sternwarte und Lehrstuhlinhaber, sollte diese v.a. über Italien, dem Balkan, Osteuropa und Russland sichtbare Sonnenfinsternis dann tatsächlich in Dalmatien beobachten und darüber publizieren (»Astronomische Nachrichten«, Bd. 69, Nr. 15, S. 225).

Neben weiteren Texten und Tabellen zu astronomischen Themen und dem eigentlichen Kalender enthält die Publikation auch eine Genealogie des österr. Kaiserhauses.

Umschlagrücken und -ränder restauriert, Titelblatt mit altem Stempel der aufgelassenen Zentralbibliothek der Benediktiner in Györ (Ungarn) sowie einem kleinen Wertstempel, des weiteren mit privaten Besitzervermerk (1884), Ecken teils eselsohrig, insgesamt solides Exemplar.

In diesem Jahrgang selten angebotener Kalender, über OCLC/WorldCat und KVK weltweit in keiner Bibliothek außerhalb Österreichs nachweisbar. Laut OBV sind in österr. Institutionen 7 Exemplare vorhanden.

ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 23, 1971), S. 252f. (Karl Littrow); J. v. Heppberger: Edmund Weiss (Nachruf). In: Astronomische Nachrichten, Bd. 204, S. 431; Durstmüller II, S. 380 (Wernigk).

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