Richters inaugurale Abhandlung über Hernien, rarer Linzer Druck, 1788

August Gottlieb RICHTER: ABHANDLUNG VON DEN BRÜCHEN. Neue verbesserte und vermehrte Auflage. Mit 7 gefalt. Kupfertaf. Linz: Joh.[ann| Thomas Trattner 1788.

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August Gottlieb RICHTER: ABHANDLUNG VON DEN BRÜCHEN. Neue verbesserte und vermehrte Auflage. Mit 7 mehrfach gefalteten Kupfertafeln. Linz: Joh.[ann| Thomas Trattner 1788.

8°. 755 [1] Seiten; 7 Kupfertaf. Zeitgenössischer Halblederband auf fünf falschen Bünden und Kartondecken, der restaurierte Rücken mit goldgeprägtem, floral und mit Rahmenwerk ornamentierten Titel auf hellbraunem Lederschild, die Decken mit marmoriertem Buntpapier überzogen, der Buchblock mit durchgehendem Rotschnitt.

Linzer Ausgabe der zweiten, gemäß Vorwort des Verfassers von Fehlern bereinigten und erweiterten 2. Auflage dieser inauguralen Abhandlung über Hernien (Brüche der Weichteile), mit der ersten Beschreibung der lange nach dem Autor benannten „Richterschen Bruchs“ (einer Form des Darmwandbruchs).

"This work on hernia is still considered a classic contribution because of its comprehensiveness, clear description of symptoms, and practical directions. In it, Richter describes, for the first time, the hernia that has long borne his name. (Heirs of Hippocrates 1043). Wie schon die Erstausgabe des Werks (2 Bde., 1778/79) war auch die Originalausgabe der 2. Auflage (1785) bei Dieterich in Göttingen erschienen. Dortselbst war auch die Wirkungsstätte von Gottlieb August Richter (1742-1812), Professor für Medizin an der Göttinger Universität, bedeutender Augenheilkundler, vielgelesener Medizinschriftsteller und vor allem innovativer Chirurg.

Drei Jahre später erschien die vorliegenden Linzer Ausgabe von Trattner, etwas kleiner und mit geringerem Zeilenabstand gesetzt und deshalb um 36 Seiten kürzer, aber mit von denselben Platten gedruckten Kupfertafeln ausgestattet (sh. zum Vergleich das Digitalisat des Ex. d. SUB Göttingen).

Die 7 klar gestochenen und kontrastreich gedruckten Tafeln zeigen 26 Darstellungen von chirurgischen Instrumenten, sowie Bruchbändern und Klistieren. – Der zeitgenössische Rücken über neuem Leder fachkundig aufgezogen, Decken gering berieben, Titelblatt mit altem, kleinem Besitzervermerk, einige wenige Seiten gering stock- oder fingerfleckig, sonst gut erhaltenes Exemplar.

Nicht häufig angebotener Titel, der gemäß OBV auch nur in zwei österr. Bibliotheken nachweisbar ist (ÖNB, UB Salzburg).

Garrison-Morton 3578 (EA); Heirs of Hippocrates, 3. Aufl. 1990, 1043; Bibliotheca Walleriana 7960; Hirsch, Bd. 4 (1932), S. 517 zit WBIS/DBA.

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