Reich illustrierte Schrift zum Erbfolgepatent Josephs II., 1788

Franz Joseph EMPERGER: PRAKTISCHE ANWENDUNG DER GESETZLICHEN ERBFOLGE. Mit 44, wovon 2 als mehrfach gefaltete Tafeln angehängten genealogischen Schaubildern. Klagenfurt: 1788.

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Franz Joseph, Edler von EMPERGER: Franz Joseph edlen von Emperger / der Rechten Doctors, und Inspektors der graf von eggerischen Herr- / schaften, Rad- und Hammerwerkgaden in Kärnten PRAKTISCHE ANWENDUNG DER GESETZLICHEN ERBFOLGE nach Vorschrift der Ordnung dd. Wien den 11ten May 1786. Mit 44, wovon 2 als mehrfach gefaltete Tafeln angehängten genealogischen Schaubildern, sowie Titel-, Anfangs- und Schlussvignette, alles im Holzschnitt. Klagenfurt: Joseph Johan Schotter 1788.

4° 52 Seiten. Pappband der Zeit, bezogen mit geädertem Kleisterpapier in Brauntönen.

Erste und einzige Ausgabe dieser reich illustrierten rechtspraktischen Schrift über das 1786 erlassene Erbfolgepatent von Joseph II., mit dem alle Habsburgischen Kronländer erstmals über ein einheitliches Erbrecht verfügten. Zur Veranschaulichung des Regulativs ist der Text durchgehend mit rot und schwarz gedruckten genealogischen Grafiken versehen. Der in Klagenfurt tätige Rechtsgelehrte und Advokat Franz Josef Karl Edler von Emperger (geb. 1740), dessen Familie 1766 von Maria Theresia in den Adelsstand erhoben worden war, fungierte nicht nur als Verwalter der bedeutenden Hütten und Hammerwerke der Grafen Egger, sondern auch als Kanzler der Kärntner Ackerbaugesellschaft, was sein Interesse für Erbrechtsangelegenheiten wohl verstärkt haben mag.

Provenienz: Exemplar aus dem Besitz von Franz (Xaver) Edler von Emperger (geb. 1801), Landrat und Director der Philosophischen Studien am Gymnasium in Görz, dem Enkel des Verfassers, welcher auf dem fliegenden Vorsatz auch folgende Widmung an einen nicht genannten Träger hinterlassen hat: „Aus Hochachtung und Verehrung von dem Enkel des Verfassers gewidmet. [Unleserliche Ortsangabe] den 22ten Dezember 1821.“ Auf den beiden angehängten Tafeln sind zudem mit selber Handschrift Verweise auf zwei Textstellen angebracht. Schließlich ist auf dem vorderen Innenspiegel ein 1918 entworfenes lithografisches Ex Libris derer von Emperger montiert.

Einband an der oberen Kapitale berieben, an den Rändern gering bestoßen, sonst sehr gut erhaltenes mit Widmung und Provenienz unikales Exemplar dieses rechtsgeschichtlich bedeutenden Rarissimums, das laut OBV in Österreich nur an der Nationalbibliothek und der Universitätsbibliothek Klagenfurt nachzuweisen ist.

Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Österreichs, 2. Jg. (1906/07), S. 87f. bzw. Hof- und Staatshandbuch des österreichischen Kaiserthums, 1847, 1. Tl., S. 529.

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