Rares Tafelwerk über Hausfassaden im Jugendstil, ca. 1905

Oskar GRÜNER: KLEINERE EINGEBAUTE WOHNHÄUSER. 64 Tafeln, wovon 48 kollotypierte Aquarelle. Wien u. Leipzig: o. J. [um 1905].

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Oskar GRÜNER: KLEINERE EINGEBAUTE WOHNHÄUSER. 64 auf Karton montierte Tafeln, wovon 48 auf Glanzpapier kollotypierte Aquarelle von Häuserfassaden, sowie 14 klischierte s/w Tuschzeichnungen von Grundrissen, Längs- und Querschnitten. (= Moderne Städtische Wohnhäuser in Meisteraquarellen. Serie I). Wien und Leipzig: Friedr.[ich] Wolfrum, Verlag für Architektur und Kunstgewerbe, o. J. [um 1905].

Groß-2°. 46:36,5 cm (Kartons), 34,5:21 cm (Tafeln). 1 Titel, 64 Tafeln. Originale Halbleinenmappe des Verlags mit Leinenrücken- und Ecken sowie drei Schließbändern, Rückengoldtitel und schwarzem Titeldruck unter Einbeziehung des Verlagsemblems auf Vorderdeckel.

Äußerst seltene Mappe mit kräftig kollotypierten Bildtafeln von 48 herausragenden Wohn- und Geschäftshäusern des Jugendstils aus Deutschland und Österreich (Wien), die der Wiener Architekturmaler Oskar Grüner eigens für vorliegende Publikation in farbenprächtigen und detailgetreuen Aquarellen dokumentiert hatte.

Inhalt: Die Planer der Gebäude waren u.a. Richard Bauer (12), Albrecht Bender (2), Rudolf Brüning, Robert Curjel & Karl Moser (3), Hermann von Endt (3), Anton Friedhofen, Rudolf Friedrichs & Rudolf Schröder, Peter Paul Fuchs, Karl Hengerer, Anton Karst & Hans Fanghänel (2), Eduard Kayser, Richard Klein & Richard Dörschel, Richard Genschmer, August Grothe, Ernst Kühn (2) Theodor Lehmann, Emil Lorenz, Heinrich (auch Hendrik) Mandrix (»Zeus-Haus«, Hamburg), Otto March, Peter Franz Nöcker, Josef Maria Olbrich (kl. Wohnhaus auf der Darmstädter Mathildenhöhe, 59), Jože Plečnik (auch Josef Plecnik, Schüler von Otto Wagner, »Villa Langer«), Harry Randall Puttfarcken & Emil Rudolf Janda, Georg Radel, Ernst Roeting (3), Wilhelm Saddeler, Leonhard Sandkaulen, Hans Schleh, Thilo Schneider, Otto Schönthal (Schüler und Mitarbeiter Otto Wagners, »Villa Vojcsik«) und Felix Gottfried Wehling (»Plakathaus« mit Majolikafassade für die Fa. Gebrüder Mangold, Düsseldorf).

Die Mehrzahl der heute oft nicht mehr bestehenden, oder jedenfalls unter Denkmalschutz stehenden Gebäude stammt aus Düsseldorf (22), der Heimatstadt von Verleger Eugen Wolf, des weiteren finden sich Häuser aus Hamburg (4), Dresden und Karlsruhe (jew. 3), Darmstadt, Hannover, Koblenz, Köln, Wahlershausen/Kassel und Wien (jew. 2), Erfurt, Halle a. S., Mainz und Stuttgart (jew. 1). Darüber hinaus beinhaltet die Mappe auch 16 klischierte Tafeln mit verschiendenen Grundrissen, Längs- und Querschnitten einiger der Häuser. Auf der Hinterseite jedes Kartons ist ein mit Titel, Verlagsangabe und Ornamentrahmen versehenes Etikett montiert, auf dem die Adresse des vorderseitig abgebildeten Hauses und der Namen des mit seiner Planung befasster Architekten aufgedruckt sind. Zunächst erschien das Werk in 4 Lieferungen zu je 16 Tafeln, wovon 8 Kollotypien, bevor es abgeschlossen in der hier vorliegenden Mappe angeboten wurde.

Zustand: Mappendeckel berieben, Ecken und Kanten gering bestoßen, Kapitale fachkundig restauriert, Schließbänder erneuert, Titelblatt gering fingerfleckig, einige Tafeln mit Knickfalten, sonst sehr gut erhaltener, äußerst seltener Tafelsatz.

Seltenheit: Gemäß OCLC/WorldCat, KVK, Google und viaLibri Librairies sind weltweit lediglich 7 Bestände nachweisbar (BAA Genf, ESA Paris (nennt als einzige Quelle eine II. Serie »Moderne Villen« mit ebenfalls 64 Taf.), Hochschule Coburg, Ratsbibliothek Hof, Staatsbibl. Trier, TU München, Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience (Niederlande). JAP (1950ff.) und APO (ca. 1988ff.) weisen keine Auktionsergebnisse aus.