Prachtausgabe des Gedenkbuchs der »Gesellschaft vom Silbernen Kreuz«

K. K. GESELLSCHAFT VOM ÖSTERR. SILBERNEN KREUZE ZUR FÜRSORGE FÜR HEIMKEHRENDE RESERVISTEN, Hg.: Unsere Stifter und Gründer. Ein Gedenkbuch. Wien:  1917.

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K. K. GESELLSCHAFT VOM ÖSTERR. SILBERNEN KREUZE ZUR FÜRSORGE FÜR HEIMKEHRENDE RESERVISTEN, Hg.: Unsere Stifter und Gründer. Ein Gedenkbuch. Wien: Selbstvlg. (Carl Fromme) 1917. Gr.-4°. (33:26 cm) Buch, (36:28,5 cm) Kassette. [5 nn. S. (u.a. Titelei)], n. S. 1- 225 [3 nn. S.] Originaler historistischer Verlagseinband aus dunkelbraunem, genopptem Kaliko über Holzdecken mit gold- und farbgeprägtem, illustrativ und ornamental verziertem Deckel- und Rückentitel, handgenähten Kapitale, Vorsätzen aus bildgeprägtem Satin, Goldschnitt und Lesezeichenband, im originalen, an den Seiten mit dem Einbandkaliko beschlagenen Schuber.

Prachtausgabe „A“ dieser Publikation der im Zuge des Ersten Weltkrieges gegründeten Fürsorgeeinrichtung »Österreichisches Silbernes Kreuz«. Im Gegensatz zur Ausgabe „B“, die im schlichten Schuber ausgeliefert wurde, hat der Wiener Hofbuchbinder Hermann Scheibe für vorliegende Prachtausgabe „A“ nicht nur den Einband, sondern zusätzlich auch eine mit weißem, ledergenarbtem Kaliko überzogene und mit Messingschließen versehene Kassette geschaffen (in der Subskribientenliste am Ende des Bandes als „Gehäuse“ bezeichnet). Deren Vorderdeckel ist mit Goldprägung verziert, innen ist die Kassette mit Moirée-Seide ausgeschlagen und von Scheibe mit goldgeprägtem Firmensignet signiert. Vorliegendes Exemplar ist in ein dunkelrotes, längsgenarbtes Kaliko über Kartondecken gebunden, auf dem Vorderdeckel unter Einbeziehung des habsburgischen Doppeladlers mit verzierter Titelgoldprägung versehen, sowie mit Vorsätzen aus mehrfarbiger Moirée-Seide und mit durchgehendem Goldschnitt ausgestattet. Auf dem Hinterdeckel befindet sich in Blindprägung das Signet von Scheibe.

Unter den 55, mit ganzseitigen Biographien und Fotoporträts vorgestellten Stiftern und Gründern des »Österreichischen Silbernen Kreuzes« (darunter lediglich zwei Frauen), das u.a. auch das Werk „Österreich-Ungarn und der Weltkrieg“ (1919) herausbrachte, Zigarettenhülsen und -papier verkaufte, sowie in Wien Kinos besaß und konzessionierte, finden sich zumeist hochrangige Vertreter des Adels, des Militärs, der Politik, der Finanzwelt und des Klerus, sowie kriegswichtige Industrielle, allesamt meist Mitglieder des „Herrenhauses“: Herzog Ernst August von Hannover, Fürst Karl Trautmannsdorff, Dr. Alexander Popovics (Gouverneur der Österreichisch-Ungarischen Bank), Dr. Josef Doubrava (Bischoff von Königgrätz), Gräfin Sophia Schönborn (als Krankenpflegerin), Paul Eduard von Schoeller (Montanindustrieller), Anton Dreher (Bierbrauer), Hugo von Noot (Großindustrieller, Fa. Vogel & Noot, u.a. Waffenfabrik Steyr), Moriz Eissler (Forstindustrieller), Samuel von Horowitz (Großgrundbesitzer und Industrieller, eh. Präsident der israel. Kultusgemeinde Lemberg), Felix von Stiassny (Textilfabrikant).

Kassette an den Ecken und Kanten berieben und bestoßen, Oberflächen teils mit leichten Griffspuren, sonst sauberes Exemplar dieser schmucken, aufwändig gestalteten Ausgabe, die in beiden Varianten wohl nur in kleiner Auflage erschienen ist. Das Subskribientenverzeichnis nennt für die Ausgabe „A“ nur ca. 180 Firmen und Personen; im Katalog des Österreichischen Bibliothekenverbunds ist kein einziges Exemplar nachzuweisen, ebensowenig über OCLC und KVK.

Additional information

Weight 10 kg