Postkarte von Deutschland, mit Verzeichnis und im Schuber, 1764

J. J. BORS; F. J. HEGER: NEUE UND VOLLSTÄNDIGE POSTKARTE DURCH GANZ DEUTSCHLAND. Grenzkolor. Kupferstichkarte in 16 Segm. + Übersicht. Beil.: F. J. HEGER: Post-Tabellen… Nürnberg u. Mainz: 1763-64.

Out of stock

Johann Jacob BORS; Franz Joseph HEGER: NEUE UND VOLLSTÄNDIGE POSTKARTE DURCH GANZ DEUTSCHLAND. Mehrfarbig grenzkolorierte Kupferstichkarte in 16 Segmenten mit zweisprachiger (dt., franz.), illustrierter Widmungskartusche, ornamentierten Titel-, Paralleliter- und Erläuterungskartuschen, sowie Übersichtskarte, die Segmente einzeln auf Leinen kaschiert mit rückseitig gedruckten Nummerierungen und Anschlussangaben. Maßstab in graphischer Form (Dt. Meilen, Lieuses françoises), ca. 1:1.500.000. Beiliegend: F. J. HEGER: Post-Tabellen oder Verzeichnis deren Post-Straßen in dem Kayserlichen Römischen Reich und zum Theil auch in denen angräntzenden Landen. Nürnberg: Homann 1764 (Karte); Mainz: Haffner (Benjamin Waylandt) [1763 oder 1764]. 94:78 cm, 23,5:19,5 cm (17 Segmente). Im zeitgenössischen Kartonumschlag, derselbe überzogen mit mehrfarbigem Buntpapier nach floralen Motiven, alles im zeitgenössischen Kartonschuber, derselbe ausgeschlagen mit dem gleichen Buntpapier und mit handschriftlichem Deckel- und Rückentitel, zweiterer auf Rückenschild.

Erste Auflage dieser selten gehandelten Postkarte, im Gegensatz zur 2. Aufl. von 1786 dem Mainzer Erzbischof Emmerich Josef gewidmet und noch ohne Nennung des Stechers Johann M. F. Schmidt am unteren rechten Rand. Die Darstellung der Routen ist über die deutschsprachigen Kerngebiete hinaus von West nach Ost bis Paris und Krakau, von Nord nach Süd bis Königsberg und Turin erweitert.

Schuber stellenweise leicht bestoßen und berieben, Leinenunterlagen stellenweise leicht fingerfleckig, Einband der »Post-Tabellen« an den Kapitale, Ecken und Kanten geringfügig berieben und bestoßen, in den Gelenken gebrochen und Titelblatt teils gelöst, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar der in dieser Vollständigkeit und mit dem gleichzeitig erschienenen Buch wohl kaum auffindbaren Postkarte.

Laut JAP/APO wurde die Karte seit 1950 fünf Mal (2002, 1992, 1986, 1985, 1980) auktioniert, zumindest die letzten beiden Male allerdings nachweislich ohne Schuber. Das Buch kam laut der selben Quelle in der hier vorliegenden Erstauflage (eine 2. erschien 1787) noch nie zur Versteigerung.

Lex. Geschichte d. Kartographie II, S. 630; vgl. die digitalisierten Exemplare bei IKAR.

Additional information

Weight 1 kg