Jahrgang 1834 des amtlichen österreichischen Kalenders

OESTERREICHISCHER SCHREIB-KALENDER AUF DAS JAHR NACH DER GEBURT JESU CHRISTI 1834 (…) Wien: s.a. [1833].

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OESTERREICHISCHER SCHREIB-KALENDER AUF DAS JAHR NACH DER GEBURT JESU CHRISTI 1834, welches ein Gemein-Jahr von 365 Tagen ist. Enthält alle nöthigen Kalender- und Witterungs-Anzeigen, Beyträge zur Land- und Hauswirthschaft, die Scala, Stämpeltare, Interesse-Tabellen, Liedlohn-, Bestand-, Ausgabs- und Empfangs-Tabellen, Bevölkerung der deutschen Bundesstaaten, Normatage, Entfernung der vornehmsten Städte von Wien, Verzeichnis der österr., böhm. und siebenbürgischen Jahrmärkte, Abgang und Ankunft der Deligence-, Eilpost- und Brancard-Wägen, und der reitenden Post. Mit gestoch., zweifarbigem Titelblatt unter Verwendung des kaiserl. Wappens mit Doppeladler (Franz I.) Wien: Bey L.[eopold] Grund, k. k. priv. Buchdrucker, am Stephansplatze neben dem Bischofhofe, s.a. [1833].

Lex-8°. 16 bogensignerte [A-D4] und doppelseitig bedruckte Blätter, sowie 5 leer für Notizen zwischengebunden. Interimsbroschur mit schmalem, grauem Papierrücken.

Jahrgang 1834 des amtlichen Kalenders des österreichischen Kaiserreichs.

Inhalt: Das zur besseren Übersicht in schwarz und rot gedruckte Diarium enthält für jedes Monat eine nach Tagen senkrecht angeordnete Tabelle mit Namenstagen und Tierkreiszeichen, sowie Wettervorhersagen und Bibelstellen für jede Woche, dazu einen Mondkalender und „Bauernregeln“. Vorangestellt ist eine Aufstellung der „Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und Höchstdesselben Geschwister.“ Die Abfahrts- und Ankunfstabellen der Postkutschen für Personen, Postsendungen und Waren weisen Wien als zentralen Verkehrsknotenpunkt aus.

Gedruckt wurde der kompakte Kalender von Leopold Grund, dessen Vorfahren seit 1781 am Wiener Stephansplatz eine Buchhandlung und Buchbinderei betrieben und 1783 auch ein Druckerprivileg erhielten. Der amtliche »Österreichische Schreib-Kalender« erschien in dieser Form seit 1791 mit verschiedenen, zumeist Wiener Druckvermerken (u.a. Christian Großer, Anton Strauß; Bernhard Phillip Bauer, dessen Offizin die Familie Grund übernahm; Bauer & Dirnböck und Josef Schwarzbach).

Erhaltung: Titelblatt mit Stempelmarke und ebenso wie das letzte Blatt fachkundig restauriert, die zum Verfertigen von Notizen eingehängten 5 leeren Blätter stärkeren, hellgrauen Papiers zumeist mit hs. Einträgen mit Tinte, mehrere davon mit Ausrissen, einige Blätter etwas berieben, tinten-, stock- und schmutzfleckig, mit kleinen Randeinrissen und wenigen hs. Einträgen, insgesamt solide erhaltenes Exemplar.

Literatur: Durstmüller I, S. 231f.

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