»Hier kommt Grosz«, gestaltet von DDR-Designer Helmut Brade, prämiert im »Buch der schönsten Bücher«, 1981

Wieland HERZFELDE, Hg.: PASS AUF! HIER KOMMT GROSZ. Bilder, Rhythmen und Gesänge 1915-1918. Mit 33 meist ganzs. u. farb. Abb. Gestaltung von Helmut Brade. Leipzig: 1981.

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Wieland HERZFELDE; Hans MARQUART, Hg.: PASS AUF! HIER KOMMT GROSZ. Bilder, Rhythmen und Gesänge 1915-1918. Mit 33 ganzseitigen Abbildungen von Werken George Grosz' im Offset-Druck, wovon 5 farbig und 1 doppelseitig. Gestaltung von Helmut Brade. Leipzig: Reclam (H. F. Jütte) 1981.

4°. 111 [1] Seiten. Mehrfarben-Offset, im originalen schwarzen Leinenband des Verlags mit Deckelillustration und Rückentitel in weißer Prägung und im originalen mehrfarbig illustrierten Schutzumschlag.

Ausgezeichnet erhaltenes Exemplar der Normalausgabe dieser anlässlich des 85. Geburtstages von Wieland Herzfelde erschienenen bibliofilen Publikation über George Grosz.

Neben teils zeitgenössischen Texten von Theodor Däubler, Else-Lasker Schüler, dem Mit-Herausgeber Wieland Herzfelde und von George Grosz selbst ist das Buch mit 33, im satten Offset ganzseitig gedruckten Abbildungen von Zeichnungen des Künstlers aus den Mappenwerken zwischen 1916/17 und 1923 illustriert, wovon 5 mehrfarbig und 1 doppelseitig (der berühmte Prospekt »Neue Jugend«). Es erschien von »Hier kommt Grosz« auch eine Vorzugsausgabe von 250 nummerierten Exemplaren, an welche die Nrn. 1-150 bzw. I-C (Künstler- und Verlegerexemplare) vergeben wurden, und die „hier erstmalig reproduzierte Briefe von George Grosz an Max Herrmann-Neiße, Fotos von George Grosz und Wieland Herzfelde und je eine signierte Originalgrafik von Arno Mohr und Werner Klemke“ beinhalteten.

Bemerkenswert an der vorliegenden Normalausgabe ist schließlich und insbesondere das aufwändige, im Stil der klassischen Avantgarden gehaltene Design und die Typografie des Grafikers Helmut Brade: jede Seite unterscheidet sich in Satz, Illustration und (farblicher) Komposition von der anderen und stellt eine eigene, stimmige grafische Einheit dar, die vom Spiel mit Symmetrie/Asymmetrie und der Type Gill Sans lebt. »Hier kommt Grosz« darf deshalb wohl als eines der schönsten Erzeugnisse der Verlagsbuchproduktion in der DDR gelten, weshalb es auch Mathieu Lommens kanonisches »Buch der schönsten Bücher« (2012) aufgenommen wurde.

Schutzumschlag und Buchblock gering gebräunt, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar.

Mathieu Lommen: Das Buch der schönsten Bücher. Köln: 2012, S. 416f. (3 farb. Abb.)

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Weight 2 kg