Handschriftliches Reglement für Offiziere der österr. Kavallerie, 1780

COMMANDO-WÖRTER. 1780. [Anonymes handschriftliches Befehls-Reglement für Offiziere der österreichischen Kavallerie.] O.O., 1780.

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COMMANDO-WÖRTER. 1780. [Anonymes handschriftliches Befehls-Reglement für Offiziere der österreichischen Kavallerie.] O.O., 1780.

Kl.-8°. 30, teils mit Kustoden paginierte Blätter, davon 28 beidseitig und 2 einseitig kalligrafiert (Titelbl., letztes beschriebene Bl.) Schwarze Tinte aus einer Hand, in zeitgenössischer, mit historischem braunem Kleisterpapier überzogener Kartonage, durchgehendem Rotschnitt und illustriertem Ex Libris auf Vorderspiegel.

Sorgfältig und schmuck kalligrafiertes, mit eleganten Zierrahmen und Vignetten und Spaltenlinien ausgestattetes handschriftliches Befehls-Reglement für kommandierende Offiziere der österreichischen Kavallerie, verfasst von einem anonymen Schreiber.

Inhalt: Aufgenommen sind hunderte, insbesondere dem Französischen entlehnte Befehle und Bestimmungen betreffend Exerzieren, Verhalten bei festlichen Anlässen (auch Begräbnissen), vor allem aber bezogen auf Truppenbewegungen im Kampf (Angriff („Chargiren“), Rückzug („Retiriren“), „Formiren“ etc.), zu Pferd oder zu Fuß, mit unterschiedlichen Waffen (Säbel, Karabiner, Pistole), und zum Befehligen von Kavallerie-Einheiten verschiedener Größe, von der Eskadron bis zur Division. Auf den Spiegeln befinden sich von anderer Hand in Tinte angebrachte Notizen mit den Datierungen 1786 und 1787, teils in Form einer Chronik mit Angaben von Orten in Siebenbürgen, Galizien, Ungarn, Österreich („Münchendorff“) und Böhmen.

Provenienz: Emerich (Imre) Suhay (geb. 1882), Generalstabsoffizier der Österreichisch-Ungarischen Armee, während des 1. Weltkriegs u.a. Chef der Politischen Abteilung im Militärgeneralgouvernement Serbien, mit dessen illustriertem Ex Libris nach einer Tuschzeichnung von „A.G.“ auf dem Vorderspiegel.

Erhaltung: Decken der Kartonage etwas aufgewellt, sonst sehr gut erhaltene Handschrift.

Quellen: Von Suhay sind Tagebücher erhalten geblieben, die u.a. während des Ersten Weltkriegs verfasst wurden. Vgl.: Tamara Scheer: Lebenskonzepte, politische Nationenbildung, Identitäten und Loyalitäten in Österreich-Ungarn und Bosnien-Herzegowina. In: Michael Geyer, Helmut Lethen, Lutz Musner (Hg.): Zeitalter der Gewalt. Zur Geopolitik und Psychopolitik des Ersten Weltkrieges, S. 177-198, hier S. 189f.

DIESES BUCH WIRD IM HAUPTKATALOG ZUR LEIPZIGER ANTIQUARIATSMESSE ANGEBOTEN UND IST DESHALB BIS ZUM MESSEBEGINN AM 20. MÄRZ 2019 RESERVIERT.

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