Handkoloriertes Faksimile des Frieses vom Sächsischen »Berghäuerzug« 1719

BERGHÄUERZUG 1719. [Handkoloriertes Faksimile des monumentalen Freiberger Gemäldefrieses von 1719]. Wethmar (Lünen): 1957.

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BERGHÄUERZUG 1719. [Monumentales Leporello mit im Farboffset gedrucktem, zusätzlich aufwändig handkoloriertem Faksimile des Freiberger Gemäldefrieses von 1719, komplett nebst begleitendem Textheft in originaler Kassette.] Wethmar (Lünen): Selbstverlag d. Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia 1957.

Ca. 15m:32cm. Leporello in 39 Teilen. Farboffset und Handkolorierung, zusammen mit Textheft in originaler, mit Filz ausgeschlagener Kartonkassette mit goldgeprägtem Rückentitel, Marmorpapierüberzug und mittels Leinen verstärkten Gelenken.

Erste und einzige, umfängliche und aufwändige Reproduktion des sogenannten Freiberger Frieses vom historischen, sehr prunkvollen Aufzug sächsischer Bergleute im Jahr 1719.

Das monumentale, in zusammengefügten Einzelblättern erhaltenen Gemälde mit darüber kalligrafierten Legenden, ist insbesondere für die Entwicklung der bergmännischen Tracht von »entscheidender Bedeutung« (Vorwort). Der heute in der UB der TU Bergakademie Freiberg i. Sa. aufbewahrte Fries eines unbekannten Meisters (Gesamtlänge 38,40m:32cm) entstand als Auftragswerk von Kurfürst August dem Starken, welcher zur Feier der Hochzeit seines Sohnes, Kurprinz Friedrich August (später August III.), mit der Kaisertochter Maria Josepha von Österreich im September 1719 auch einen - der Bedeutung des Bergbaus für Sachsen entsprechend prunkvollen – Aufzug von Bergleuten veranstalten ließ, welcher im hier faksimilierten Monumentalgemälde festgehalten wurde. „Die Bergleute (…) trugen Tröge von allerhand Erzen und Mineralien, die in kurfürstlich-sächsischen Landen angetroffen werden, und hatten besonders Instrumente, Probieröfen, Schmelztiegel und anderes dergleichen, was in dem Bergwerk gebraucht wird, in Händen. Sie führten ihre besonderen Fahnen und hatten allerhand Bergmusikanten bei sich.“ (Vorwort, zit. e. zeitgen. Bericht).

Das aufwändige, wohl nur in kleiner Auflage als Weihnachtsgabe für die Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia im satten Farboffset einer nicht genannten Druckerei herstellte Faksimile besticht vor allem durch die detailgenaue, intensive und mittels Silber- und Goldfarbe zusätzlich veredelte Handkolorierung (wohl mit Schablonen durchgeführt). Die Länge des Originalfrieses wurde für das Teilfaksimile auf ein Drittel gekürzt, es wurden dabei aber lediglich Wiederholungen im Original ausgespart, d.h. sämtliche Motive desselben auch in die Reproduktion aufgenommen. Die Höhe der Blätter wurde zudem belassen, jene der Figuren entspricht also der Originalgröße.

Sehr gut erhaltenes Exemplar dieses besonders schenkwürdigen Objekts der mutmaßlichen Begierde für Sammler von seltenen Dokumenten des Bergbaus.

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Weight 4 kg