Gösser Brauerei in Chromolithografie, um 1930

Gesamtansicht Gösser Brauerei aus der Vogelperspektive. Gerahmte Chromolithografie. Leipzig: s.a. [ca. 1930] 100:64 cm (Rahmen), 78:39 (Ansicht).

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Gösser Brauerei: [Gesamtansicht des Firmengeländes aus der Vogelperspektive]. Leipzig: (Kunstanstalt Eckert & Pflug) s.a. [ca. 1930] 100:64 cm (Rahmen), 78:39 (Ansicht). Chromolithografie nach Aquarell auf starkem Papier, im zeitgenössischen, mit Goldfarbe bemalten Holzrahmen.

Großformatige, sehr detaillierte Gesamtansicht des Fabriksareals der seit 1860 als moderner Betrieb bestehenden Brauerei im Leobener Stadtteil Göss, trotz der bereits weit verbreiteten Fotografie noch als Gemälde ausgearbeitet und mittels Farblithografie vervielfältigt. Durch diese Herstellungsmethode war es möglich, das Motiv im Vergleich zur Realität mittels farbenkräftiger, topografisch exakter Darstellung aus dem blassen, unscharfen Hintergrund herauszuheben und damit hyperreal zu überhöhen, weshalb solcherart Industrieansichten zur Repräsentation des Unternehmens und als Werbeträger zwischen ca. 1880 bis 1930 sich großer Beliebtheit erfreuten. Aquarell und chromolithografischer Druck stammen aus der Werkstätte der Leipziger Fa. Eckert & Pflug, dem damals größten, auf repräsentative Industriebilder spezialisierten Kunstverlag im deutschsprachigen Raum.

Stellenweise mit einigen wenigen, nur leicht sichtbaren Schmutz- und Wasserflecken, sonst sauberes Exemplar dieses seltenen Plakats und bedeutenden Dokuments österreichischer Braukultur, im stimmigen zeitgenössischen Rahmen.

Helmut Lackner: Die Industriemaler Jakob und Ferdinand Weeser-Krell. In: Klaus Türk, Hg.: Arbeit und Industrie in der bildenden Kunst. Stuttgart: 1997, Ss. 220-233, hier S. 220f.

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