Frühes Dokument des Wiener Trabrennsports

Emanuel TSCHOEPE: Fünfzig Jahre Wiener Trabrenn-Verein 1873 – 1923. Mit insgesamt 62 fotografischen Abbildungen in Heliogravüre. Wien: 1923.

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Emanuel TSCHOEPE: Fünfzig Jahre Wiener Trabrenn-Verein 1873 – 1923. Festschrift des Wiener Trabrenn-Vereines zur Feier seines Fünfzigjährigen Bestandes. Mit insgesamt 62 fotografischen Abbildungen, wovon 4 vom Kriauer Rennplatz, 10 von den Zuchtanstalten Weidling und Kagran, sowie 52 Porträts. Wien: Selbstverlag d. Wr. Trabrenn-Vereines (Weiner), Mai 1923. Quer-4°. Originale Broschur mit Leinenrücken in Fadenbindung, sowie ornamentiertem und illustrierten Umschlagtitel mit Lithografie nach Zeichnung von Carl Franz Bauer.

Erste umfängliche Darstellung der frühen Geschichte des Wiener Trabrenn-Vereines nebst der zugehörigen weitläufigen und grosso modo bis heute erhaltenen Rennanlage (eröffnet 1878) im Wiener Prater, die nach dem Hippodrom in Moskau (1834) die zweitälteste ihrer Art in Europa ist, und auch ein eindrucksvolles bauliches Symbol für die europäische Vorherrschaft des österreichisch-ungarischen Trabrennsports bis zum Ersten Weltkrieg darstellte. Die seltene Publikation erschien im Zuge der Feierlichkeiten zum 50jährigen Jubiläums dieser Institution. Neben einer ausführlichen chronologischen Darstellung des Renn- und Zuchtwesens und der Auflistung aller am Werden und Wirken bedeutend beteiligten Personen seit der Gründung des Vereins durch Graf Kálmán Hunyady (Präsident von 1873-1901) finden sich insgesamt 62 in Heliogravüre wiedergegebene Fotos der Wiener Ateliers Anton Paul Huber und Carl Pietzner; insbesondere die Fotorepros der Rennplatz-Anlage im Prater und der Zuchtanstalten in Klosterneuburg-Weidling bzw. Kagran sind gestochen scharf.

Die Bindung ist etwas gelockert, der Umschlag mit Knickspuren, einige Seiten geringfügig fleckig, sonst handelt es sich um ein sehr gut erhaltenes Exemplar dieses mit ornamentalen Zierleisten auch schön und in sattem Letterndruck gefertigten Rarums, dessen Umschlagtitel eine treffliche lithgrafierte Zeichnung des gefragten Pferde- und Sportmalers Carl Franz Bauer ziert. Über OCLC, KVK und ÖBV sind weltweit lediglich drei Exemplare in institutionellen Beständen nachweisbar (Österreichische Nationalbibliothek, Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Veterinärmedizinischen Universität Wien).

Starl 212 (Huber) u. 372f. (Pietzner); Schmidt, Österr. Künstlerlexikon, Bd. 1 (1980), zit. DBA III 46,215 (Bauer).