Früher Wiener Nachdruck von Novalis’ »Ofterdingen«, im lithografierten Originaleinband, 1827

NOVALIS: HEINRICH VON OFTERDINGEN. Aus Novalis Schriften hg. v. L.[udwig] Tieck und Fr.[iedrich] Schlegel. (= Classische Cabinets-Bibliothek, 137). Wien: 1827.

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NOVALIS (d.i. Friedrich von Hardenberg): HEINRICH VON OFTERDINGEN. Aus Novalis Schriften herausgegeben von L.[udwig] Tieck und Fr.[iedrich] Schlegel. (= Classische Cabinets-Bibliothek, oder Sammlung auserlesener Werke der deutschen und Fremd-Literatur, 137). Wien: Gedruckt und verlegt bey Christian Friedrich Schade 1827.

16°. Seiten [1-V] VI-XVIII, [19-23], 24-240. Originale Verlagskartonage mit schwarzem Einband- und Rückentitel, derselbe verziert mit lithografiertem Rahmen- und Flächenwerk unter Verwendung floraler Motive.

Selten angebotene zweite Einzelausgabe von Novalis' »Heinrich von Ofterdingen«, einem der wohl bedeutendsten Romane der deutschen Literatur.

Ausgabe: Der Erstdruck des unvollendet gebliebenen Werks des jung verstorbenen, unter dem Pseudonym Novalis publizierenden Georg Philipp Friedrich, Freiherr von Hardenberg (1772-1801) erschien posthum in nur kleiner Auflage im Rahmen einer 1802 in der Berliner Buchhandlung der Realschule verlegten zweibändigen Ausgabe im Sedezformat. Ludwig Tieck hatte den noch vom Autor fertiggestellten ersten Teil und das Anfangskapitel des zweiten Teils (»Die Erfüllung«) ediert und dem Schluss einen Bericht über die geplante Weiterführung aus handschriftlichen Notizen des Dichters und aus Gesprächen mit ihm hinzugefügt. Gleichzeitig brachte der Verlag unter dem Titel »Schriften« eine vom selben Satz abgezogene, ebenfalls zweibändige Werkausgabe heraus, die von Tieck und Friedrich Schlegel betreute wurde, und deren ganzer 1. Band sowie der Beginn des 2. der »Heinrich« ausmachte. Diese erste Ausgabe des Gesamtwerks von Novalis erlebte 1815 die bereits 3. Auflage. Drei Jahre später wurde sie in Wien von Christian Friedrich Schade nachgedruckt und kam wie hier vorliegend als 136. Band von dessen »Cabinets-Bibliothek« heraus. „Die „Classische Cabinets-Bibliothek oder Sammlung auserlesener Werke der deutschen und Fremd-Literatur“, 1825-29 bei Chr. Fr. Schade erschienen, setzte sich ebenfalls fast ausschließlich aus Nachdrucken zusammen, vorwiegend von Autoren der englischen und amerikanischen Literatur.“ (Bachleitner).

Erhaltung: Rückendruck an einigen stellen stärker berieben, Einband mitunter ganz leicht berieben und minimal fleckig, Papier durchgehend mit gering sichtbaren Stockflecken, sonst wohlerhalten.

Seltenheit: Im Handel selten, im originalen, wie hier mittels Lithografie mit floraler Ornamentik versehenen Verlagseinband wohl kaum zu finden.

Literatur: Nicht bei Uerlings (INB); Goedeke VI, 51, 4; Deneke 980; Borst 924; Brieger 1871 (alle für die Erstausgabe bzw. die »Schriften«); Norbert Bachleitner: Buchproduktion, Außenhandel und Übersetzung in der Habsburgermonarchie im 19. Jahrhundert. Eine statistische Annäherung. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich, Nr. 2 (2002), Ss. 1-10, zit. S. 5.

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