Einzige Ausgabe eines mit Kupfern illustrierten Handbuchs der Obstbaumzucht, 1817

Johann Georg SCHMIDT: DER OBSTBAUMGÄRTNER… Mit 5 gefalteten Kupfertafeln. Grätz: 1817.

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Johann Georg SCHMIDT: DER OBSTBAUMGÄRTNER, oder practischer Unterricht wie alle Obstgattungen-Bäume aus ihrem Kerne gezogen, als Wildlinge veredelt, als Bäume an ihrem Bestimmungsorte behandelt, geschnitten und lange gesund, als auch fruchtbar werden. Nebst einer kurzen Behandlung und Schnitt des Weinstocks in den Weinhecken. Mit 5 gefalteten Kupfertafeln. Grätz: Joh.[ohann] Andreas Kienreich 1817.

8°. Seiten [I-III] IV-XII, [1] 2-236; 5 Falttaf. Kupferstich und Buchdruck, im Pappband der Zeit, dasselbe mit mehrfarbig marmoriertem Papier in Granitfaçon überzogen und mit Rückentitel in Golddruck auf Lederschildchen.

Erste und einzige Ausgabe dieses umfangreichen, mit klar gestochenen Kupfern nach instruktiven, sauberen Zeichnungen illustrierten Handbuchs der Obstbaumzucht.

Inhalt, Verfasser: Die systematisch aufgebaute, in 12 Abschnitte mit insgesamt 219 Paragrafen gegliederte Abhandlung behandelt die Auswahl der für den Obstbau fruchtbarsten Erdarten, die Anlage und Pflege von Kern- und Baumschulen bzw. eines Obstgartens, eine Beschreibung verschiedener Obstgattungen und -arten (Pfirsich, Aprikose (Marille), Zwetschge, Pflaume (davon unterschieden), Kirsche, Weichsel, Apfel, Birne, Quitte, Nuss (v.a. Haselnuss) und Kastanie), Veredelung und Schnitt und schließlich Krankheiten.

Der Verfasser des Werks, der nicht näher biographierbare Johann Georg Schmidt, welcher sich auf dem Titelblatt des vorliegenden Werks als „herrschaftlicher Deutscher Gärtner“ berufsbezeichnen lässt, betreute u.a. die pomologischen Agenden der steirischen Grafen Leslie, deren Besitzungen im 18. Jh. „aus Ober-Pettau, Bäreneck an der Mur, Rohitsch, Straß, Ehrenhausen, Platzerhof, Burgsthal, Gälter, Verschnick in der Breitenau und einem Hause sammt Garten in Gratz“ bestanden (Wurzbach).

Erhaltung: Einband an den Gelenken stellenweise geplatzt, an den Ecken bestoßen und insgesamt gering berieben, Vortitelblatt recto mit handschriftlichem Besitzervermerk („Johann Lugitsch 1837“), sonst sehr gut erhaltenes Exemplar auf frischem Papier.

Seltenheit: Bei vorliegendem Werk handelt es sich um ein Rarissimum, das weltweit in institutionellen Beständen nur drei Mal nachweisbar ist (Wien [Österr. Nationalbibliothek], Heiligenkreuz und Kremsmünster [Stiftsbibliotheken]). JAP/APO weist seit 1950 kein einziges Auktionsergebnis auf. – Literatur: Wurzbach, Bd. 15 (1866), S. 13f.

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