Eine bedeutende Sammlung von Medaillen, Auktionskatalog mit hs. Ergebnissen, 1908

KUNSTMEDAILLEN UND PLAKETTEN DES XV. BIS XVII. JAHRHUNDERTS. Sammlung Arthur Löbbecke, Braunschweig. Mit 941 num. fotograf. Abb. im Lichtdruck auf 47 Tafeln. München: 1908.

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Arthur LÖBBECKE (Sammler); Friedrich von SCHENNIS (Prov.): KUNSTMEDAILLEN UND PLAKETTEN DES XV. BIS XVII. JAHRHUNDERTS. Sammlung Arthur Löbbecke, Braunschweig. Mit 941 nummerierten fotografischen Abbildungen im Lichtdruck auf 47 Tafeln, nebst einer weiteren auf den Umschlag montierten. (= [Auktions-Katalog von Jacob Hirsch] XXIII). München: Selbstverlag Jacob Hirsch (Bruckmann) 1908.

Gr.-2°. [1 Bl. (Titel)], [1 Bl. (Vorw. v. J. Hirsch)], 115 [1] Seiten, Taf. I-XXXXVII. Originale Broschur mit illustriertem und ornamentiertem Umschlagtitel unter Verwendung einer montierten Abbildung in Medaillenform.

Umfassender, großformatiger und erschöpfend illustrierter Katalog zur Versteigerung der bedeutenden Medaillen- und Plakettensammlung Arthur Löbbecke.

Inhalt: Der Braunschweiger Privatbankier galt als einer der maßgeblichen Kunst- und insbesondere Münz- und Medaillensammler einer Zeit, u.a. schenkte er im Jahr 1906 dem Berliner Bode Museum 20.000 antike griechische Münzen. Vorliegender Katalog verzeichnet 942 Lose von 737 Medaillen und 192 Plaketten mit genauen Beschreibungen und hochwertigen Abbildungen im Lichtdruck (diese sind durch vorgebundene gemusterte Seidenpapiere geschützt), welche Arbeiten der stilbildenden italienischen Medailleure des Quattrocento und Cinquecento, sowie von holländischen, französischen, englischen und deutschen Künstlern zeigen. Ein umfangreiches Register der Künstler, Sachen, Namen, sowie von Sprüchen und Umschriften ist angehängt, ebenso ein Verzeichnis der bisherigen Versteigerungen (von 1898-1908) des auf Numismatik spezialisierten Münchner Kunsthändlers und Auktionators Jacob Hirsch.

Bei den Losen 1-260 sind zudem mittels Bleistift als Randnotizen die Zuschläge vermerkt.

Provenienz: Illustrierter Ex Libris-Stempel des deutschen Landschaftsmalers und Radierers Friedrich von Schennis (1852-1918) auf der vorderen Umschlagseite.

Zustand: Umschlag bei den Kapitale und an den Rändern stellenweise fachkundig ergänzt, Papier etwas gebräunt, sonst akkurates Exemplar dieses raren Numismatikums.

Seltenheit: 1927 sollte bei Riechmann in Halle a. S. noch eine zweite, gleich betitelte Auktion mit Beständen aus der Sammlung Löbbecke stattfinden, deren häufiger angebotene Dokumentation allerdings nur 40 Seiten und 27 Tafeln beinhaltet. Der hier vorliegende erste und wesentlich umfangreichere Katalog ist kaum zu finden.

Literatur: Bernhart, Medaillen und Plaketten (Bibl. f. Kunst- u. Antiquitätensammler, 1), 1920, S. 104 (nennt den Auktionskatalog zur Slg. Löbbecke als maßgeblich für die Preisbildung).