Dokumentensammlung mit Plänen zur Gemeinde Fischbach (Kaiserslautern), 1761-1846

VERHANDLUNGEN ÜBER DAS FRÜHERE WARTENBERGISCHE GUT „FISCHBACH“ 1761-1846. 26 handschriftliche Dokumente, darunter 9 gezeichnete und großteils aquarellierte Pläne. O.O. [Fischbach u. Kaiserslautern]: 1761-1846.

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VERHANDLUNGEN ÜBER DAS FRÜHERE WARTENBERGISCHE GUT „FISCHBACH“ 1761-1846. Privateigenthum von [Georg] Häberle, Kaiserl. Rech. Rath. 26 handschriftliche Dokumente, darunter 9 gezeichnete und großteils aquarellierte Pläne. O.O. [Fischbach u. Kaiserslautern]: 1761-1846. [2 nn. Bll. (Inhaltsverz.), 257 paginierte Seiten, darunter 9 Pläne. Privater Halbleinenband mit Fadenheftung aus der 2. Hälfte des 19. Jh.

Sammelband mit 26 handschriftlichen, meist behördlichen oder notariellen Dokumenten sowie 9 Plänen aus den Jahren 1761 bis 1846 betreffend Grundstückangelegenheiten auf dem Gebiet der seit 1822 bestehenden Gemeinde Fischbach im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Die älteste Beschreibung der Liegenschaften datiert aus dem Jahr 1761, als der „Fischbacherhof“ noch eines der zerstreuten Güter der Grafschaft Wartenberg war und zum Oberrheinischen Reichskreis zählte. Von 1777 bis 1794 und dann wieder ab 1816 gehörte das Gebiet zu Bayern, unterbrochen von einer Phase unter französischer Herrschaft während der Napoleonischen Kriege.

Das Konvolut besteht aus einem von Georg Häberle, damaliger Miteigentümer des Anwesens, angelegten Inhaltsverzeichnis und folgenden, mittels Bleistift fortlaufend paginierten 26 (in 17 Gruppen zusammengefassten) Dokumenten zu Grundstücksangelegenheiten, welche die demographischen, ökonomischen, architektonischen und landschaftsplanerischen Maßnahmen der jeweiligen Behörden (Ansiedlung von Handwerkern im ausgehenden 18. Jh., Rodung von Wäldern zur Schaffung von Ackerland um 1830) repräsentativ abbilden. Besonders bemerkenswert sind die detailliert mit Tusche gezeichneten, großteils aquarellierten und mit ausführlichen Legenden versehenen Pläne von Gebäuden, Wegen, Ackerland, Wäldern etc.

1. „Beschreibung des Wartenbergischen Hofguts 1761“ [10 Bll., n. Ss. 1-20].
2. „Versteigerungsprotokoll Wartenberg Güter 1806“ (franz., 2 Bll., n. Ss. 21-24).
3. „Berechnung des Feldertrags in der Mairie Hochspeyer“ (4 Bll., n. Ss. 25—32).
4. „Versteigerungsprotokoll Wartenberg Güter 1806“ (franz., 4 Bll., n. Ss. 33-40).
5. „Plan des Forstlands in Fischbach 1809-10“ (Maße, Tusche und Aquarell mit Legende, n. Ss. 41—44).
6a-c. „Verkauf der Güter an Ritter & Genossen“: 6a. Titel: „Abschrift eines Kaufaktes zwischen Herrn Peter Rebour zu Paris und Herrn Carl Eickenmayer von Kaiserslautern & Consorten“ (dt., franz., 4 Bll. u. Deckbl., n. Ss. 47-54); 6b. Weiterverkauf an Louis Dreux, Paris (franz., 2 Bll., n. Ss. 57-60), dt. Übers. (4 Bll., n. Ss. 61-68); 6c. Ein weiterer Verkaufsakt (franz., 4 Bll., n. Ss. 69-72).
7a-b. „Beschreibung mit Classificirung der Güter 1810“: 7a. Beschreibung (12 Bll., n. Ss. 73-96); 7b. „Werthberechnung deßelben“ (franz., 4 Bll., n. Ss. 97-104)
8. „Plan des Hofes von 1811“ (von Joh. Engelmann, 5 Pläne auf 3 mehrfach gefaltete Bll. (2 doppelseitig gezeichnet) mit Bleistift, Tusche und mehrfarbigem Aquarell samt Legenden, 3 Bll. (n. Ss. 105-108, 109-110, 111-112).
9. „Versteigerungsprotokoll für [Friedrich] Diemer“ (franz., 6 Bll., n. Ss. 113-124)
10. „Versteigerungskosten an [Anton] Mann & Gen.“ (dt., 1 Bll., n. Ss. 125-126)
11. „Verpachtung des Thiergartens [1809] (dt., 2 Bll, n. Ss. 127-130)
12. „Beschreibung der Fischbacher Güter“ [1810] (franz., 1 gefalt. Bl., n. Ss. 131-134).
13a-f. „Proceß zwischen Käufer und Verkäufer 1810“: 13a. (franz., 7 Bll., n. Ss. 135-150); 13b. (2 Bll., n Ss. 151-154); 13c. (2 Bll., n. Ss. 155-158); 13d. (2 Bll., n. Ss. 155-158); 13e. (4 Bll., n. Ss. 159-166); 13f. (2 Bll., n. Ss. 167-170); 13g. (2 Bll, n. Ss. 171-174).
14. „Plan über einen Weg“ [1840] (2 Bll, n. Ss. 175-176, mit kleiner Tuschzeichn.)
15. „Vertheilung des Hofguts“ (4 Bll., n. Ss. 177-184).
16a-b. „Proceß Häberle & Gen. mit Gemeinde Fischbach“ [1846]: 16a. (20 Bll., n. Ss. 185-224, mit doppels. Plan in Tusche); 16b. (16 Bll., Ss. 225-256)
17. „Vertheilungsplan des Fischbacher Hofguts 1813“ (96,5:61 cm, Bleistift, Tusche und Aquarell mit Legende, gefalt. und auf Leinen kaschiert, S. 257)

Es fehlt der im Inhaltsverzeichnis angeführte „Plan des alten Schlosses“ (S. 221).

Die Dokumente 1, 2, 4, 6b, 6c, 7, 9, 12, 13, 14, 16, 17 sind mit Wertstempeln, Siegel oder Etiketten diverser franz. oder bayer. Behörden bzw. dem Stempel des Notars Rohr, Kaiserslautern, versehen.

Pläne stellenweise mit alten Restaurierungen, Blätter mitunter mit Randeinrissen, finger- und leicht stockfleckig, insgesamt sehr gut erhaltenes Konvolut.

Additional information

Weight 2 kg