Die maßgebliche Bibliographie über Purpur, die »Farbe der Kaiser«, 1911

Alexander DEDEKIND: GEWÄHRUNG VON EINBLICKEN IN DIE INTERNATIONALE LITERATUR DER LETZTVERGANGENEN 4 JAHRHUNDERTE ÜBER PURPUR. Wien: 1911.

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Alexander DEDEKIND: GEWÄHRUNG VON EINBLICKEN IN DIE INTERNATIONALE LITERATUR DER LETZTVERGANGENEN 4 JAHRHUNDERTE ÜBER PURPUR. Mit Frontispiz nach Fotoporträt von Henry de Lacaze-Duthiers, dass. mit goldgeprägter, ornamentaler Umrahmung, sowie 67 Textholzschnitten mit Abbildungen von Purpurschnecken. (= Ein Beitrag zur Purpurkunde, Bd. IV [von IV]). Wien: Mayer & Müller (Adolf Holzhausen) 1911.

8°. [1 Bl. (Front.)], XIV, [1], 848 Seiten. Zeitgenössischer Halblederband auf fünf falschen Bünden über marmorierten Kartondecken, mit goldgeprägtem, ornamentalem Rückengoldtitel, Lederecken, mehrfarbig gemusterten Vorsätzen und Kopfgoldschnitt.

Schönes Exemplar der bis heute maßgeblichen Bibliographie über Purpur, der »Farbe der Kaiser«.

Deren Kompilator, der deutsch-österreichische Ägyptologe Alexander Dedekind (1856-1940), war zur Zeit ihres Erscheinens als Leiter der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung des Wiener Kunsthistorischen Museums tätig.

Das umfangreich kommentierte Verzeichnis erschien als IV. von 4 Bänden eines inauguralen Werks über Purpurologie (1898 (Bd. I), 1906 (II), 1908 (III), und eben hier vorliegend 1911 (IV). Waren die vorausgehenden 3 Bände der Etymologie des Wortes Purpur (I), sowie einer Anthologie seltener Texte über das Thema und anderen Quellen, wie Briefen von Forschern (II-III), vorbehalten, so konzentrierte Dedekind im IV. Band die äußerst gründliche Bibliographie zum Fach. Der erste Teil besteht dabei aus zahlreichen bibliographischen Aufsätzen in deutscher, englischer, französischer, italienischer und niederländischer Sprache. Den zweiten und zentralen Teil des Bandes stellt die 300 Positionen umfassende, kommentierte Bibliographie von Titeln zum Thema dar, die zwischen 1529 und 1910 erschienen sind; nachgestellt ist ein alphabetisches Register von Namen und Titeln zur leichteren Erschließung.

Das als Frontispiz abgebildete Porträtfoto zeigt den Nestor der Purpurforschung im 19. Jh., Henri de Lacaze-Duthiers.

Vorsatz, Frontispiz und Titelei lose, Einband stellenweise geringfügig berieben, sonst ausgezeichnet erhaltenes Exemplar dieser für die internationale Purpurologie und insbesondere auch für die Farbenkunde bis heute unentbehrlichen Rarums.

Laut JAP und APO wurde das Werk seit 1950 lediglich fünf Mal zur Auktion gebracht, davon zwei Mal vollständig (1989, 1973), einmal als Konvolut der Bde. I-III (1985) und zwei Mal der 1. Band (1990, 1964). Die hier angebotene Bibliographie wurde einzeln nie versteigert und ist wohl am schwersten zu finden.

ÖBL 1 (1957), S. 173 (Dedekind).

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Weight 4 kg