Die Franzensstatue in Graz, seltene Festschrift mit Lithografien, 1841

[FRANZ II. (I.), : DIE FRANZENSSTATUE ZU GRATZ. Mit lithograf. Front. u.Titelbl., sowie lithograf. Notendruck. Graz:  1841.

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[FRANZ II. (I.), Röm.-Dt. Kaiser, Kaiser von Österreich (1792-1835)]: DIE FRANZENSSTATUE ZU GRÄTZ. Enthüllt am 19. August 1841 während der beglückenden Anwesenheit Allerhöchst Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin. Mit lithografischem Frontispiz und Titelblatt, gezeichnet bzw. kalligrafiert und lithografiert von H. Reichert und A. Pfeiffer, sowie lithografischem Notendruck. Graz: Heribert Lampel (Verlag und Lithografie), J. A. Kienreich (Buchdruck) 1841.

2°. [Nn. Ss. 1-2 (lith. Front.)], [nn. Ss. 3-4 (lith. Titelbl.)], Ss. 5-16; [1 Bl. (lith. Titelbl.)], Ss. 1-7. Originale hellblaue Broschur des Verlags mit ornamentiertem, lithografischem Deckeltitel (»Franzensmonument«) in schwarz.

Seltene Festschrift, erschienen anlässlich der Enthüllung des Denkmals für Franz II. (I.) am Grazer Freiheitsplatz.

Inhalt: Das nach einem Entwurf von Pompeo Marchesi im klassizistischem Stil errichtete Monument einer (von den Fratelli Manfredini in Mailand gegossenen) Bronzestatue auf Granitsockel bildet den Scheitelpunkt des nach dem Brand des Ständischen Theaters (heute Schauspielhaus) zwischen 1835 und 1840 neu angelegten Grazer Franzensplatzes (seit 1918 Freiheitsplatz) und zeigt den weiland Monarchen im Gewand des Goldenen Vliesses.

Neben einer Entstehungsgeschichte der Statue enthält die von der renommierten Grazer lithografischen Anstalt Heribert Lampel hergestellte und verlegte, großformatige Festschrift die anlässlich der Denkmalsenthüllung am 19. August 1841 vor Kaiser Ferdinand I., dem Nachfolger von Franz I., gehaltenen Reden von Landesgouverneur Graf Wickenburg und Landeshauptmann Graf Attems, sowie eine Festkantate (Text: Carl Leitner, Musik: Anselm Hüttenbrenner) mit als Beilage nachgebundener lithografierter Partitur für einen „Großen Gesangschor mit Begleitung der Militärmusik“.

Illustration: Die Frontispiz-Tafel zeigt die vom Maler und Lithografen Heinrich Reichert, der in Graz ab 1842 auch ein Fotoatelier betreiben sollte, gezeichnete und lithografierte Vorderansicht der Statue. Dieser ist ein aufwändig und mit illustrativem Rahmen kalligrafiertes Titelblatt gegenübergestellt, das A. Pfeiffer scharf und kontrastreich lithografiert hat.

Erhaltung: Der Umschlagrücken an den Enden etwas eingerissen, der Hinterumschlag am Außenrand mit kleinen Läsuren, die Ecken eselsohrig, der Buchblock stellenweise gering stock- und schmutzfleckig, insgesamt gut erhaltenes Exemplar dieser Festschrift, im originalen Verlagsumschlag wohl äußerst selten.

Seltenheit: Gemäß Worldcat, KVK und OBV sind weltweit in institutionellen Beständen lediglich zwei Exemplare des Titels nachweisbar (ÖNB, Stmk. Landesbibl.)

Literatur: Schlossar 3478; ÖBL, Bd. 9 (1988), S. 563 (Reichert).

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Weight 2 kg