Deutsche Fibel aus Prag, mit farbigen Bildern von Kostial nach Motiven von Kutzer

Marianne ANDERSCH; Karl KOSTIAL (Illustr.); Alois GRÄNZ (Typogr.). Hansi und Susi-Fibel. Mit 84, davon 54 mehrfarbigen Textvignetten. Prag: 1928.

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Marianne ANDERSCH; Karl KOSTIAL (Illustr.); Alois GRÄNZ (Typogr.). Hansi und Susi-Fibel. Mit 84, davon 54 mehrfarbigen Textvignetten. Prag: Staatliche Verlagsanstalt 1928. 8°. 111, [1] Seiten. Originaler Halbleinenband mit blauem Leinenrücken sowie mehrfarbiger Titelillustration und schwarzem Titeldruck auf weißen Decken

Erste Ausgabe dieser deutschsprachigen Fibel aus der jungen Tschechoslowakei, mit mehrheitlich und durchgehend kräftig kolorierten Illustrationen von Karel Kostial nach Motiven von Ernst Kutzer, der nur mitunter eine heile Kinderwelt als Begleiter der zu erlernenden Buchstaben, Worte und Sätze zeichnet. „Auffallend ist … die große Häufung negativer und aggressiver Szenen. Während sonst die ersten Laute über positive Gefühlsäußerungen gewonnen werden - Ausrufe der Freude, Überraschung, Zärtlichkeit - und alle negativen Erlebnisse vermieden werden, finden wir hier überraschend viele Szenen, in denen in irgendeiner Form Gewalt im Spiel ist." (May/Schweitzer).

Einband an den Kapitale bestoßen und mit kleinen Fehlstellen, beide Decken berieben, die Hinterdecke fleckig, Bindung minimal gelockert, S. 51 u. 52 mit hinterlegtem Einriss, sonst kompaktes Exemplar dieser schmucken, in jedem Erhaltungszustand seltenen Fibel. Über OCLC, KVK und Google sind weltweit in öffentlichen Sammlungen lediglich 6 Exemplare nachweisbar (Tschechische Nationalbibliothek, Pestalozzianum Zürich (2 Ex.), Deutsche Nationalbibliothek (Filiale Leipzig), Georg-Eckert Institut, Braunschweig u. Bibl. f. bildungsgesch. Forschung, Berlin).

Teistler, Fibel-Findbuch, Nr. 2618; May/Schweitzer, Wie die Kinder lesen lernten, 1982, Nr. 106 (mit Abb.)

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