Bedeutende kartografische Aufnahme der Allgäuer Alpen, 1872

Anton WALTENBERGER: OROGRAPHIE DER ALGÄUER ALPEN. Mit zwei mehrf. gefaltet. chromolith. Taf. Augsburg: 1872.

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A.[nton] WALTENBERGER: OROGRAPHIE DER ALGÄUER ALPEN. Mit zwei mehrfach gefalteten chromolithografischen Tafeln. Augsburg: Lampart & Comp. (Hochdanz, Stuttgart [Tafeln] 1872. Lex-4°. [2 nn. Blätter (Titelbl., Bl. m. Vorw. r. u. Inhalt v.)], 20 Seiten, 2 Faltkarten. Neue Interimsbroschur.

Erste Ausgabe dieser verdienstvollen Aufnahme der Allgäuer Alpen von Anton Waltenberger (1840-1902).

Als Ober-Geometer und leitender Steuerbeamter des Königlich-Bayerischen »Kataster-Bureaus« unterzog Waltenberger, der auch ein passionierter Alpinist war, mit diesem Werk ein kartografisch bis dahin wenig erschlossenes Gebiet des Bayerischen Königreichs einer ersten gründlichen orografischen und hydrografischen Vermessung, und stand er damit in einer Tradition der vollständigen und systematischen katastralen Erschließung Bayerns, die nach den bedeutenden Gebietszuwächsen der napoleonischen Zeit vor allem aus Gründen der Besteuerung von Grundbesitz eingesetzt hatte. Voran stellt der Autor "Allgemeine geognostische Betrachtungen", die heute großteils in Vorarlberg liegende Gebiete (Silvretta, Oberlechthaler Gebirge und Bregenzer Wald) betreffen. 1881 erschien eine überarbeitete und geringfügig erweiterte Auflage.

Die beiden Karten Waltenbergers, von R. Betzler gestochen und in satter Farblithografie in Druckbogengröße auf starkem Papier von der Lithografischen Anstalt und Kunstdruckerei Emil Hochdanz in Stuttgart gedruckt, zeigen die Allgäuer Alpen einmal „hyposometrisch“, die Höhenverhältnisse darstellend, ein zweites Mal im Profil.

Titelblatt mit altem Bibliotheksstempel des „A. V. Zweig Innsbruck“, kleinen Randeinrissen und leicht sichtbaren Fingerflecken, Ss. 15-20 an den Rändern stärker stockfleckig, sonst gut erhaltenes, mit sauberen Karten ausgestattetes Exemplar dieses in der hier angebotenen ersten Ausgabe selten gehandelten Titels.

Dreyer 249 (nennt beide Aufl.); Imhof 342; Biograph. Jb. u. dt. Nekrolog, Jg. 7 (1902)zit. WBIS/DBA II 1362,300.

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