Ausnehmend seltenes Gebetuch der Griechisch-orientalischen Kirche in Wien, 1835

Georg BURY: ΠΡΟΣΕΥΧΑΡΙΣΗ. GEBETBUCH FÜR CHRISTEN DER ORIENTALISCHEN KIRCHE. Mit 6 Tafeln im Stahlstich. Wien: Haykul 1835.

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Georg BURY: ΠΡΟΣΕΥΧΑΡΙΣΗ. GEBETBUCH FÜR CHRISTEN DER ORIENTALISCHEN KIRCHE. Mit 6 Tafeln im Stahlstich, wovon 1 Frontispiz und 1 illustriertes (griech.) Titelblatt. Wien: Anton v. Haykul 1835.

12°. [1 nn. Bl. (Front. im Stahlstich)], [1 nn. Bl. (griech.) Tit. im Stahlstich)], [Titelbl.], 323, [9 (Inhaltsverz.] Seiten, 4 Taf. im. Stahlstich.

Weinroter geglätteter Lederband der Zeit über Kartondecken, mit floraler Deckel- und Rückenornamentierung in Gold-und Blindprägung, Rahmen- bzw. Blumenfileten auf Deckel- und Innenkanten, appliziertem Metallkreuz auf dem Vorderdecke und Metallschließe mit Zierrat, sowie durchgehendem Goldschnitt und Vorsätzen aus mit Blindpägung gemustertem, gewachstem Papier.

Ausnehmend seltenes, hübsch illustriertes und mit einem schmucken Einband versehenes liturgisches Buch der Griechisch-orientalischen (oder orthodoxen) Kirchengemeinde in Wien, mit Predigten, Gebeten und Gesängen, sowie einem Oster-Kalender für die Jahre 1835 bis 1900 im Anhang.

Die Gemeinde hatte (und hat bis heute) ihr Zentrum in der Griechisch-orientalischen Kirche am Fleischmarkt, in der seit 1804 auch eine Schule untergebracht ist. Diese beherbergt auch das Archiv und eine Bibliothek, in der allerdings der hier angebotene Band gemäß Pēdōnia (sh. unten) nicht nachweisbar ist.

Illustration: Die vom Wiener Stecher und Schabkünstler Andreas Josef Geiger kontrastreich und sauber gefertigten Stahlstiche zeigen Szenen aus dem Neuen Testament. Das typografisch elegante, illustrierte Titelblatt ist ein Stahlstich von David Burkhart, ebenfalls ein in Wien tätiger Stecher. Das Gebetbuch wurde in der Offizin von Anon Haykul, der „in Verbindung mit der griechischen Kolonie in Wien“ (Durstmüller) stand und u.a. auf neugriechische Drucke spezialisiert war, hergestellt.

Erhaltungszustand: Einband an den Ecken und Kanten etwas bestoßen, die Decken stellenweise berieben, sonst sauberes Exemplar.

Seltenheit: Über KVK, WorldCat, viaLibri Libraries und Google ist weltweit lediglich ein weiteres Exemplar dieses Gebetbuchs nachweisbar (StaBi Berlin). In der Fachliteratur ist die hier angebotene Ausgabe nicht dokumentiert. Lediglich 1856 von den Wiener Mechitaristen gedruckte, unveränderte Neuausgabe ist bekannt.

Quellen: Pēdōnia, Komnēnē D.: Ελληνικά παλαιότυπα τη Βιέννη [Griechische Drucke aus Wien]. In: τετράδια εργασία [Arbeitsmappen]. Hg. v. d. KNE/EIE. Nr. 13 (1987), S. 73 (Nr. 273) u. S. 95 (Nr. 10 (A4499 bzw. E155a), mit Inventarlisten der Bibl. d. Griech. Schule und d. Griech. Orthodoxen Kirche in Wien, wo jeweils nur die Ausg. v. 1856 aufscheint); Durstmüller I, 282 (Haykul); Czeike I ( Geiger) u. II (Burkhart).

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