7600 Saxonica im Spiegel der “Arisierung”

[KONVOLUT VON FÜNF ANTQUARIATSKATALOGEN SAXONICA 1928-32]. Leipzig, Dresden und Frankfurt am Main: 1928-32.

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[KONVOLUT VON FÜNF ANTQUARIATSKATALOGEN SAXONICA 1928-32]. Leipzig, Dresden und Frankfurt am Main: 1928-32.

Unikates Konvolut von fünf, teils ill. Katalogen mit insgesamt über 7600 Positionen Saxonica der Leipziger Antiquariate Hiersemann, Carlsohn und Naubert, sowie der Dresdner Firma Alicke und des Frankfurter Antiquars Baer.

Die Broschüren stammen aus dem umfangreichen Katalogbestand der seit 1896 bestehenden und 2010 geschlossenen jüdischen Wiener Buch- und Antiquariatshandlung Alois Reichmann. Reichmann hatte alle eingehenden Kataloge von Kollegen nach Sachgebieten geordnet und in Schachteln aufbewahrt, vorliegende mit fünf Katalogen trägt das Etikett "Sachsen". In der Zwischenkriegszeit galt die Fa. Reichmann mit einem Bestand von ca. 400.000 Bdn. als Wiens größter Buch- und Antiquariatshandel. 1938 wurde Inhaber Felix Reichmann, der Sohn des Firmengründers, verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Bevor er in die USA fliehen konnte und für den CIA tätig wurde, musste Reichmann dann auch noch das KZ Buchenwald überleben. Nach 1945 wurde die Fa. auf sein Betreiben restituiert. Der Bestand der Buchhandlung war von den Nazis großteils "arisiert" worden, nur die Antiquariatskataloge hielt man nicht für wichtig genug, weshalb sie die Enteignung und die Zeiten überdauerten und nach der Auflösung der Fa. 2010 in den Handel kamen.

Papier gebräunt, der Katalog Naubert stockfleckig, sonst sauberer Satz in der mit Leinen überzogenen Originalschachtel, dieselbe mit leichten Gebrauchsspuren.

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Weight 4 kg