10 Farbradierungen zum Burgenland von Emmerich Schaffran, bezeichnet und signiert, 1919-22

Emerich SCHAFFRAN: BURGENLAND. 10 Original-Radierungen [wovon zwei als Kassetten- bzw. Titelillustration wiederholt]. Wien: [Ca. 1919-1922].

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Emerich SCHAFFRAN: BURGENLAND. 10 Original-Radierungen [wovon zwei als Kassetten- bzw. Titelillustration wiederholt] zu Gunsten des österreichischen Reserveoffiziers-Hilfsfonds. Wien: Österreichischer Reserveoffiziers-Hilfsfonds [ca. 1919-1922].

2°. 18,5: 14,8 (Platten), 38,6:29,3 cm (Blätter), 41:32 cm (Kassette). 1 Titelblatt im Buchdruck mit wiederholter Farbradierung Nr. 2, 10 mit Bleistift vom Künstler eigenhändig bezeichnete und signierte Farbradierungen mit 10 vorgelegten Seidenpapieren, dieselben nummeriert und untertitelt im Buchdruck, alles in der originalen, mit goldgeprägtem Titeldruck versehenen und mit gold bzw. dunkelgrün marmoriertem Papier kaschierter Karton-Kassette, auf dem Vorderdeckel derselben die mit Goldfarbe ornamental eingerahmte, wiederholte Farbradierung Nr. 6 sowie oberhalb ein Wappenschild in den burgenländischen Landesfarben eingelassen, die Kassette innen mit grünem Marmorpapier ausgelegt und mit dunkelgrünen Schliessbändern ausgestattet.

Äußerst seltener Zyklus mit 10 (wovon 2 wiederholten) Farbradierungen des Grafikers, Malers und Kunstschriftstellers Emmerich Schaffran mit burgenländischen Motiven, allesamt vom Künstler auf den Blättern mit Bleistift eigenhändig bezeichnet und signiert.

Motive: Die kräftig und sauber abgezogenen und frischfarbigen Radierungen zeigen die „Haydngasse mit Eszterházy-Schloß.“ (Nr. 1), sowie „Bei der Bergkirche (Calvaria).“ (2), beides Eisenstadt, weiters „Neusiedl am See. Ausblick vom Bade.“ (3), „Der Neusiedler-See. Vom Ostufer.“ (4), „Vois.“, (5), „Purbach.“ (6), „Donnerskirchen.“ (7), „Neusiedler-See. Mondnacht.“ (8), „Rust I. Hauptplatz.“ (9) und schließlich „Rust II. Ausblick vom Turm der Pfarrkirche.“ (10). Die Gestaltung des burgenländischen Wappenschildes auf dem Vorderdeckel der Kassette läßt darauf schließen, dass die Radierfolge zwischen 1919 und Juli 1922 erschien. Es ist darauf noch nicht der Adler als Wappentier abgebildet, der erst seit 1. August 1922 das Wappen ziert, sehr wohl aber schon die Landesfarben rot und gold, die in den Jahren unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg als gemeinsames Zeichen der Betreiber des Anschlusses des Landes an Österreich galten.

Künstler: Der aus Wien gebürtige Emmerich Schaffran (1883-1962) war in seiner Jugend bis 1906 Berufsoffizier und danach als Reserveoffizier auch Weltkriegsteilnehmer gewesen, was sein Engagement für den gleich nach Kriegsende im November 1918 ins Leben gerufenen »Reserveoffiziers-Hilfsfonds«, „zu Gunsten“ dessen er die vorliegenden Radierfolge schuf, in einen stimmigen Erklärungszusammenhang setzt. Neben der hier vorliegenden Mappe mit Motiven aus dem Burgenland entstanden in der Folge weitere Radierfolgen u.a. über Wien und das Semmering-Gebiet.

Erhaltung: Die Blätter vereinzelt leicht stockfleckig, die Seidenpapiere mitunter mit leichten Randeinrissen, die Kassette an den Kanten bestoßen und an den Ecken teils leicht berieben, sonst ausgezeichnet erhalten. – Seltenheit: Äußerst seltene Mappe, die für mich weltweit weder in Bibliotheken oder grafischen Sammlungen, noch bei Auktionen nachweisbar ist. 

Literatur: Emmerich Schaffran. (19. Februar 2018). Wien Geschichte Wiki, . Abgerufen am 19. April 2020, 07:08 von https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/index.php?title=Emmerich_Schaffran&oldid=320550.

Additional information

Weight 10 kg